LED & SIGN News

Hotel

- Erscheinungsbild mit neuer LED-Lichttechnik versehen, sensibel den Gebäudecharakter unterstrichen.

Böblingen. Ein Hotel, gebaut im Jahr 1953, entspricht mit seinen wohldimensionierten Proportionen der Vorstellung von zeitloser Architektur - wenn? Ja wenn es dann und wann an moderne Standards angepasst wird. Dazu gehört einerseits die Inneneinrichtung mit mehr Komfort und veränderter Optik, andererseits das große Thema Energie: Ein effizienteres Heizsystem, Gebäudedämmung und - oft vergessen aber gerade in der Gastronomie ein zu Buche schlagender Faktor - die Beleuchtung zählen zu den Maßnahmen, die laufende Kosten immens reduzieren und die Umwelt in gleichem Maße schonen.

"Wir sind schon seit Jahren auf den Zug der Umweltbewussten aufgesprungen", beschreibt Hotelier Norbert Böhler seine Überzeugung. Nachdem er in seinem Gebäude vor sechs Jahren das komplette Heizsystem von Öl auf eine Kombination aus Pelletheizung und Blockheizkraftwerk, in Spitzenabnahmezeiten unterstützt durch eine Gasbrennwert-Therme, umstellte und damit die Heizkosten um 60 Prozent reduzierte, nahm er sich nun den ersten Teil der Beleuchtung vor.

LED-Lichttechnik - heute "hotelkompatibles Wohlfühllicht"

Man kann sich vorstellen, wie viel Strom in einem gut ausgelasteten Hotel mit 43 Zimmern, Restaurant, Hallenbad, Sauna, Fitnessbereich, Appartement und Gästeküche täglich allein für Licht durch die Zähler wandert. Bereits vor Jahren habe er sich mit LED-Lichttechnik befasst: damals noch Kaltlicht und damit nicht hotelkompatibel, stellte er fest. Das hat sich geändert. Mehr oder weniger zufällig lernte er LED-Lichtexperten Peter Stobinski kennen. Im Gespräch wurde schnell klar, dass jetzt die Zeit reif ist für Warmton-LEDs. Im Gespräch entwickelte man Ideen und schließlich erhielt LED & SIGN - Stobinski GmbH den Auftrag über die Lichtplanung und Konzeption für Eingang, Foyer, Gästeappartement, Fassade und Dachterrasse, die derzeit in der Hotelbranche wegweisend sein dürfte.

Peter Stobinski seinerseits begeisterte sich für den Gebäudecharakter, der an kleine, feine Hotels am Gardasee oder im Tessin erinnere. Nicht trendig sollte es werden, sondern klassisch und zeitlos schön. Sehr behutsam ging man zu Werke, um das Licht so zu steuern, dass nicht nur eine Harmonie im Gebäude, sondern auch die Stimmigkeit der Fassade, und zwar bis ins kleinste Detail, bis hin zu den Beschichtungen der Geländer, erzielt wurde. Die Schriftzüge an der Fassade, alle ein wenig im Retro-Stil des Wirtschaftswunders gehalten,  fein dimensioniert und sanft mit neuartigen 2700-Kelvin-LEDs indirekt beleuchtet, hätten letztlich sogar die Stadtverwaltung überzeugt. Abends ziehen die angeleuchteten Zypressen auf der Dachterrasse die Blicke an. Im Eingangsbereich heißt  die mit Fingerspitzengefühl geplante LED-Corona, bestehend aus halbkreisförmig eingelassenen Downlights mit unterschiedlichen Lichtwinkeln, den Gast willkommen, der sogleich vom Licht ins Innere geleitet wird.  Im Foyer bringen nun 22 Watt-Downlights mehr Licht als zuvor die 50 bis 100 Watt Leuchten. Innen das gleiche Spiel mit dem Licht: Sorgfältig wurden die Lichtwinkel bemessen, zeichnen Lichtbögen an die Wände und weisen den Weg. Auch das Gästeappartement wird eingehüllt in ruhiges, blendfreies Licht mit punktuellen Ergänzungen, etwa  über Tisch, Kitchenette oder spritzwassergeschützen LEDs über der Dusche.

Strahler an den Balkonen, an der in großteils sanierten,  Außenfassade - alles fügt sich zu einem schlüssigen Konzept, einer klaren Linie. Mit der Optik ist man überaus zufrieden, mit dem, was unterm Strich eingespart wird, ebenso. Die kleinere Werbeanlage an der Fassade verbraucht gerade mal 12 Watt, der größere Acht-Meter-Schriftzug kommt mit 36 Watt aus. In den nächsten Jahren will Norbert Böhler das ganze Hotel sukzessive auf LED-Technik umstellen, auch die in Decken eingelassenen Halogenstrahler. Abgeklärt ist die Maßnahme bereits: "Die Einbaugehäuse können bestehen bleiben, ebenso sämtliche Leitungen", meint Peter Stobinski. Das sei relativ einfach und problemlos. Vorhanden seien 12-Volt-Anlagen alter Konfiguration mit 20 bis 30-Watt-Leuchten. Neue LEDs kommen mit 6,5 Watt aus, sparen 62 Prozent Energie ein  und halten etwa zehnmal länger. In Neubauten lasse sich eine solche Lichtanlage natürlich noch effizienter planen und spare bis zu 80 Prozent  - im vorhandenen Gebäude  nutzt man aber eben auch den Vorteil, dass Wände  und Decken unversehrt bleiben können. Wichtig sei grundsätzlich, mit einer geringen Kelvinzahl zu arbeiten - das gibt angenehmes, warmes Licht.

Gerüstet mit vielerlei Infos von LED & SIGN über LED-Licht, hat der Hotelbesitzer längst auch in den Zimmern die Kerzen-Glühlampen mit ganz normalen Gewinden gegen LED-"Birnen" ausgetauscht. Das spart nicht nur mächtig viel Strom, sondern auch, dank der wesentlich längeren Lebensdauer, Personalkosten - weil das häufige Austauschen der Glühlampen entfalle.